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Pflanzenöl als Nahrungsmittel

DGF-Rapsöl-Medaille

Hochwertige native Raps-Speiseöle erfreuen sich durch ihr angenehm frisches, grün-saatiges Aroma mit einem leicht nussigen Nachgeschmack steigender Beliebtheit bei den Verbrauchern. Für die Qualitätsbewertung sind dabei die sensorischen Eigenschaften ausschlaggebend.Die auf dem Markt verfügbaren nativen Raps-Speiseöle weisen allerdings sehr unterschiedliche Qualitäten auf. Neben hochwertigen Ölen, findet man solche, die aufgrund der sensorischen Beurteilung als für den menschlichen Verzehr nahezu unbrauchbar eingestuft werden müssen. Gerade diese Öle aber können den Markt der nativen Raps-Speiseöle insgesamt beschädigen.Um das Vertrauen der Konsumenten in das Produkt „natives Raps-Speiseöl“ zu stärken und zur Transparenz auf dem Markt beizutragen, verleiht die Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Institut für Lipidforschung der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel eine Auszeichnung für sensorisch einwandfreie native Raps-Speiseöle in Form einer DGF-Rapsöl-Medaille. Die Öle werden von einer geschulten Prüfergruppe verkostet, bewertet und bei Erfüllung der Qualitätskriterien mit der DGF-Rapsöl-Medaille ausgezeichnet. Die Auszeichnung der Sieger erfolgt im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung. Teilnehmer, deren Öle eine Auszeichnung erreichen, dürfen mit der Auszeichnung für ihr Produkt werben.

 

 

Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen

Schulungsbedarf für die Produktion von Speiseöl

Das Lebensmittelrecht (unter anderem VO (EG) 178/2002) macht die Verantwortung für das Lebensmittel "Speiseöl" deutlich, die dem Ölmüller vom Unternehmen übertragen wird. 

Neben einer umfassenden Sachkenntnis, auch um Gefahren zu erkennen und abzuschätzen, sollten Ölmüller mit weiteren Themenbereichen vertraut sein:

  • Grundsätze einer sachgerechten hygienischen Produktion im Sinne der Lebensmittelhygieneverordnung
  • Maßgaben des HACCP-Konzeptes
  • Qualitätsanforderungen an das Öl entsprechend den Leitsätzen für Speisefette und Öle
  • Erfordernisse der Rückverfolgbarkeit (VO (EG) 178/2002)
  • Kennzeichnungspflicht und Rückverfolgbarkeit von gentechnisch veränderten Organismen (VO (EG) 1829/2003 und VO (EG) 1830/2002)
  • Allergenproblematik

Der Kenntnisstand des Ölmüllers über die oben genannten Verordnungen und Themengebiete bedingt unter anderem erheblich die Sicherheit und die Qualität des von ihm produzierten Öls.

Qualitätssicherung in dezentralen Ölmühlen

Auf der Fachmesse Renexpo in Augsburg stellte der BDOel-Vorsitzende Günter Hell im Oktober 2006 Anforderungen bezüglich der Qualitätssicherung in dezentralen Ölmühlen dar.

Rahmenbedingungen der dezentralen Pflanzenölerzeugung

In einem Interview mit der Zeitschrift "top agrar" erläutert der BDOel-Vorsitzende Günter Hell wirtschaftliche und politlsche Rahmenbedingungen für den Betrieb dezentraler Ölmühlen.


Der Bundesverband Dezentraler Ölmühlen

 

- wurde 2005 gegründet

- vertritt die Interessen der dezentralen Ölmühlen:

  • Kleinstanlagen und größere Unternehmen
  • Erzeuger von Speiseölen, Kraftstoffen und Rapskuchen
  • konventionell und nach Öko-Richtlinien wirtschaftende Betriebe

- bezieht Position im Gespräch mit Politik,Wirtschaft und Partnerorganisationen

- engagiert sich für Markterschließung, Qualitätsmanagement und Fortbildung

Die 70 Mitglieder des BDOel verfügen derzeit zusammen über rund 500.000 Tonnen Verarbeitungskapazität.

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